Das Jahrbuch 2026 des ZDH steht dieses Mal unter dem Titel: “Zukunft im Handwerk. Trends im Blick. Mit Können gestalten.“
Auf 𝐒𝐞𝐢𝐭𝐞 34 wird meine persönliche Geschichte erzählt: Wie ich vor über vier Jahren einen Handwerksbetrieb im Rahmen einer Unternehmensnachfolge übernommen habe. Auch wenn das schon etwas her ist – viele der damaligen Erfahrungen und Erkenntnisse sind heute genauso aktuell.
Meine drei wichtigsten Learnings für alle, die den Schritt in die Selbstständigkeit planen:
1) Übernahme statt Gründung
Eine bestehende Firma zu übernehmen birgt deutlich weniger Risiken als eine komplette Neugründung – und oft eine etablierte Kundenbasis, eingespielte Prozesse und eingearbeitete Mitarbeiter.
2) Finanzierung clever vorbereiten
Die klassische Bankfinanzierung läuft in vielen Fällen leider immer noch sehr konservativ und bürokratisch ab. Wer frühzeitig eine Beteiligungsgesellschaft und/oder eine Bürgschaftsbank mit ins Boot holt, erhöht die Erfolgschancen bei der Kreditvergabe deutlich.
3) Veränderungen mit Augenmaß umsetzen
Neue Technologien, Digitalisierung, veränderte Abläufe – all das ist wichtig. Aber genau so wichtig ist es, die langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht zu überfordern. Wertschätzung und ein authentisches Vorleben entscheiden mit über den Erfolg.
Und ein Appell an alle jungen Menschen, die noch vor der Berufswahl stehen:
Bevor ihr euch in die riesigen Hörsäle der „irgendwas mit Medien / Management / …“-Studiengänge einreiht – überlegt ernsthaft, ob nicht eine solide handwerkliche Ausbildung die deutlich klügere Investition in eure Zukunft ist.
KI und Robotik werden in den nächsten 5–10 Jahren sehr viele Bürojobs und Routine-Tätigkeiten stark verändern oder ganz ersetzen. Wer dagegen ein echtes Handwerk beherrscht und dazu noch unternehmerisches Blut in den Adern hat, wird auch 2030/2035 zu den Gewinnern gehören.
Handwerk hat goldenen Boden – und in Zeiten des Wandels sogar noch mehr als früher.
Wer das Jahrbuch 2026 noch nicht kennt: Es lohnt sich – Download auf https://www.zdh.de.
